Warum ein Museum für Preungesheim?

Das Museum an der Kreuzkirche ist eröffnet

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Zunächst ein paar Jahreszahlen:
1972 gab es die 1200-Jahr-Feier Preungesheims.
1997 wurden die beiden Wandbilder „Maria mit dem Jesuskind“ und der „Ritter Georg“ in der Kreuzkirche (wieder)entdeckt.
2015 sind wir dankbar, unser MUSEUM AN DER KREUZKIRCHE eröffnen zu können.

 

Wem sind wir dankbar? Womit hat alles begonnen?Eröffnung_Museum_2015_03

–   Schon zur 1200-Jahrfeier im Jahr 1972 zeigt sich das große Interesse an der Geschichte Preungesheims; schließlich wird das Archiv im Turm der Kreuzkirche eingerichtet.

–   Seit 1990 wachsen auf der Ostseite der Kreuzkirche Risse im Mauerwerk, so dass endlich im Jahr 1997 der Ev. Regionalverband Frankfurt am Main eine umfassende Renovierung der Kirche beginnt.

–   Dabei werden die Wandbilder wieder freigelegt. Das Denkmalamt der Stadt Frankfurt am Main führt Grabungen in der Kreuzkirche durch, zunächst an der Ostseite, später im Turm. Die Ergebnisse liegen in den Grabungsberichten und im Heft 10 der „Notizen zum Denkmalschutz“ vor. Die Kreuzkirche wird in die Liste der Kulturgüter nach der Haager Konvention aufgenommen.

–   Das Predigerministerium e. V. ordnet Akten, die im alten Büroschrank im Gemeindebüro lagerten und bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, und erstellt ein Findbuch.

–   Herr Böttger + Herr Nitzsche transskribieren die Pfarrchronik der Kreuzgemeinde.

–   In die 3. Staffel der StadtteilHistoriker der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main wird Frau A. Gad aufgenommen mit dem Thema, ein Ausstellungskonzept für die Kreuzkirche zu entwickeln.

–   Frau Dr. Helga Bill verortet in ihrer Magisterarbeit die beiden Wandbilder kunst- und kulturgeschichtlich und legt das Buch „Sakrale Monumentalmalerei der Spätromanik im Umbruch zur Gotik“ vor.

Was tun mit all diesen Befunden?

Der Kirchenvorstand und der Ausschuss für Museum und Geschichte der Kreuzgemeinde und Preungesheims beschäftigen sich immer wieder mit den vorliegenden Schriften und den Funden.

Im November 2011 wird der Preungesheimer Kultur- und Geschichtsverein e. V. gegründet

Nach und nach konkretisiert es sich:                 Wir wollen ein Museum.

Aber wie?Eröffnung_Museum_2015_02
Herr Döring als Kurator und Herr Raab von den o5 –Architekten entwickeln eine Konzeptstudie.

Und schließlich beschließt der Kirchenvorstand:   Wir richten das MUSEUM AN DER KREUZKIRCHE ein. Es soll ein Stadtteilmuseum werden.

Am 16. August 2015 konnten wir das MUSEUM AN DER KREUZKIRCHE eröffnen, und wir sind dankbar für die vielen Gäste, die zu diesem Ereignis gekommen sind! Und wir freuen uns auch über die freundliche Berichterstattung in der Presse!

Wir danken allen, die uns auf dem Weg zum Museum begleitet, beraten und unterstützt haben, und allen, die uns auch weiter begleiten!

Ausblick:
Inzwischen wissen wir, dass bereits lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung Preungesheims Menschen in der heutigen Preungesheimer Gemarkung lebten; in der Alkmenestraße und in der künftigen Bezirkssportanlage wurden archäologische Untersuchungen durchgeführt. Hier haben wir Themen für Sonderausstellungen.

Viele weitere Themen sind offen geblieben, und wir wünschen uns Geschichtswerkstätten, Erzählcafés, weitere Veranstaltungen. Wir freuen uns auf Ihre Anmerkungen und Ergänzungen.

Und längerfristig sollten wir bedenken: Im Jahr 2022 feiern wir 1250 Jahre Preungesheim.

A. Gad