Wann geht es je mehr um unser Leben als an Ostern?

Wann geht es je mehr um unser Leben als an Ostern? Ostern setzt einen völlig neuen Anfang – dies feierten mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Frühgottesdienstes in den erwachenden Morgen und das Blau des Ostersonntags hinein.

Im wahrsten Wortsinne leuchtete das Licht des Morgens, das Licht des Lebens auf, während sich die versammelte Festgemeinde das Licht weiterreichte.

Ostern ist die Zusage: unser Gott ist ein Gott der Liebe und der Lebenden. Wir werden in ihm das ewige Leben haben.

Auferstehung – die älteste und tiefste Glaubenserfahrung, mir der unsere Christengeschichte beginnt. Bestärkt von dieser Erfahrung, daß das Leben und die Liebe stärker sind als der Tod, stärker als die vermeintlichen Sachzwänge und angeblich unververänderlichen Verhältnisse dieser so schwierigen und unzulänglichen Welt, glauben und streiten wir für eine Welt, in der sich Menschen Nächste sind und Gottes Schöpfung miteinander teilen. Seit Jesus den Tod überwunden hat, finden auch wir uns nicht mehr mit vermeintlich unabänderlichen Verhältnissen ab. Wir leben gegen Feindseligkeiten und Verfolgung, gegen Fremdenhass und Gewalt, gegen Unmenschlichkeit und Achtlosigkeit in jeder Gestalt.

Auferstehung hat hier und jetzt lebensverändernde und befreiende Kraft: eine andere Welt ist möglich, indem wir sie selbst leben. Die Liebe ist stärker als der Tod, der uns in vielen Lieblosigkeiten und Lebensfeindlichkeiten begegnet. Das ist unsere Ostergewissheit.

Text: Kirsten Wachholz
Fotos: Michael Geisel

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