Konfirmation am 05. Mai 2013

Frühling lässt sein blaues Band flattern durch die Lüfte… schenkt uns die wärmenden Strahlen der Sonne und das Licht. Schmeichelt mit zarten Düften des Flieders und der Apfelblüten unsere Sinne an diesem so schönen Sonntagmorgen. Die Natur zeigt sich im schönsten Kleide und bereitet so den Rahmen für den wichtigsten Tag unserer Konfirmanden- ihre Konfirmation.

In diese morgendliche Stimmung mischen sich Vorfreude, Angespanntheit, Nervosität und ein wenig Aufgeregtheit von allen Beteiligten. So viele Geräusche und Stimmungen schwingen in der Luft umher, Fototermin hier und da, vielstimmiges Gemurmel,  Lachen,  Platzsuche, Musik, Glockengeläut, Kerzenschein… und dann … wird es ruhiger… das Spiel der Geige, begleitet vom Klavier erobert sich den Raum und lassen die Menschen verstummen. Unter Begleitung der Musik ziehen die Konfirmanden in die Kirche ein und die Gemeinde erhebt sich von ihren Plätzen. In ihrer Begrüßung erinnerten Pfarrerin Helga Weber und Pfarrer Hans Hofmann die Gemeinde an den Glauben im Leben der uns begleitet und dass die Konfirmation ein Wendepunkt im Leben dieser jungen Menschen ist. Aus Kindern werden Jugendliche und sie gehen einen Schritt ins eigene Leben, bekommen ein Stück  Selbstverantwortung für ihr Leben. Am Anfang sind es noch unbeholfene Schritte, so wie bei einem Tanz, den man erst erlernen muss, um später einmal so tanzen zu können, wie es uns ein Tanzpaar in ihrer Darbietung des Tangos zeigte. Doch was hat tanzen denn überhaupt mit dem Glauben zu tun? Was haben Tanz und Glaube gemeinsam? Eine Erläuterung gab uns dazu die Predigt… zunächst ist Tanz erst einmal die Kunst zweier Menschen auf kleinster Fläche miteinander auszukommen ohne sich auf die Füße zu treten. Doch der Tanz ist weit mehr als das, er gibt ein Lebensgefühl frei sich nach den Klängen rhythmischer Musik zu bewegen. Tanzen ist Verwandlung, Raum und Zeit, fordert den ganzen Menschen, den ausgeglichenen Menschen… und wo ist jetzt der Glaube? Ja, Tanzen hat etwas mit unserem Glauben zu tun, auch wenn er zunächst hier nur als Symbol dafür steht. Der Glaube muss genau wie auch der Tanz erst eingeübt werden, manche Schrittfolgen immer wiederholt werden – Basiswissen erlangen! Der Glaube ist nichts statisches, wir müssen uns darauf einlassen, Vertrauen in uns und zu anderen bekommen. Manchmal fehlt uns jedoch das rechte Gefühl dafür, wir zaudern und bleiben in unserer Angst gefangen. Dann geht es wieder ganz leicht, ja fast schwerelos. Um uns auf unseren Glauben einzulassen brauchen wir Zeit und Raum, wir brauchen Anlässe. Wir brauchen Gefühl, Nähe und Distanz, brauchen Vertrauen uns ausprobieren zu dürfen und Selbstbestimmung ohne dauernde Belehrung von außen. Wir dürfen Fehler machen und sind doch wieder willkommen zuhause, so wie uns die Geschichte vom verlorenen Sohn erzählt. Religion heißt zurückfinden und gehalten werden und der Glaube ist die innige Verbindung zu Gott, das hat uns Jesus immer wieder vorgelebt. Er fordert uns immer wieder zum tanzen auf, mit allen die uns lieben, aber auch mit jenen die uns fern sind.

Tanzen ist Leben, Glaube ist Leben – beides steht für die Freude, das Lebensgefühl, ist Ausdruck, ist Vertrauen aufeinander zu hören und zu achten, sich führen zu lassen, erfordert Disziplin und Ausdauer. Tanzen ist Bewegung, Glaube ist Bewegung…

Mit dieser Aufforderung an die Konfirmanden erfolgte ihre feierliche Einsegnung. Nach ihrer Einsegnung bedankten sich die Konfirmanden bei ihren Eltern für die Begleitung und Unterstützung während ihrer Konfirmandenzeit mit einer persönlichen Ansprache und einer Rose. Es folgten die Gratulation und Grußworte von den Kirchenvorständen der Kreuzgemeinde und der Festeburgkirche vertreten durch Frau Raab und Frau Martell.

„Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit, Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid. Der uns in frühen Zeiten, das Leben eingehaucht, der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.“

Wir gratulieren allen ganz herzlich zu ihrer Konfirmation und wünschen ihnen alles Gute und Gottes Segen auf ihrer weiteren Lebensreise.