Im Rückblick auf den Ewigkeitssonntag
vom 23.November 2014

EwigkeitsSonntag_2014Sterben, Abschied, Trauer, Trost, Hoffnung – das sind Worte, die uns an unsere Endlichkeit erinnern, die Erinnerungen in uns aufkommen lassen, Erinnerungen an schwere Stunden.

Dieser Sonntag stand im Zeichen der Erinnerung an geliebte Menschen, die wir verloren haben. Wir erfahren von der Trauer, vom Trost den wir auf verschiedenste Weise finden und von der Hoffnung, die uns in dieser Zeit umfängt.

Wir leben in einer schnellen Zeit, einer Zeit in der man weit voraus ist in unserer Gesellschaft. Überall begegnet uns schon der Nikolaus, Weihnachten…

Noch einmal wollen wir innehalten, einen Moment still sein und uns bewusst werden, dass noch nicht Weihnachten ist und wir diese Zeit benötigen um uns von Begebenheiten des vergangenen Kirchenjahres zu verabschieden. Innehalten für Stimmungen, Zeit zu haben um das Jahr Revue passieren zu lassen mit all seinen Freuden und seinem Leid dass uns begegnet ist.
Hier findet sie Platz und Raum, die Zeit der Erinnerung und an das was verloren scheint… in uns und um uns! Der Ewigkeitssonntag ist die Gelegenheit sich Zeit zu nehmen um uns unserer Trauer und Traurigkeit bewusst zu werden.
Den Trost, den wir durch die Worte an diesem Tag erfahren, sollen uns Kraft für das Bevorstehende, die Zeit danach geben. Es soll die Hoffnung ins Herz gepflanzt werden, dass wir die Trauer und den Verlust für uns annehmen, damit umgehen lernen und damit leben können. Noch sind die Tränen zu frisch um zu verstehen, doch es sind die heilsamen Momente, die Nähe von Menschen die unsere Trauer verstehen und begleiten. Menschen, die da sind …die uns verstehen und schweigsam bei uns sind. Sie schenken uns oft mehr als gut gemeinte Worte.

Der Ewigkeitssonntag gibt uns die Möglichkeit uns zu verabschieden, für sich Ruhe und Frieden finden, die Erinnerungen an geliebte Menschen bewahren.

So steht der Ewigkeitssonntag zu recht am Ende des Kirchenjahres, denn das Ende bedeutet auch einen Anfang … und der Anfang ist nahe mit dem kommenden Advent. Auf dem Weg hin zum Advent ist mit der Hoffnung auf einen neuen Anfang verbunden, auf einen Weg in das Licht hinein. Nichts ist ohne Hoffnung…

In diesem Licht der Hoffnung gedenken wir der Verstorbenen des vergangenen Jahres. Wir werden uns immer ihrer gedenken.

Text: Bettina Geisel
Foto: Michael Geisel