Familiengottesdienst mit Taufen und Tauferinnerung
am 23.Juni 2013

„Wie schön, dass du geboren bist!“

001 Taufgottesdienst 23_06_2013Getauft werden und getauft sein ist ein Quell der Lebendigkeit im Zeichen des Wassers.
In unserem christlichen Verständnis sehen wir das Wasser als die Kraft unseres Glaubens, sehen im Symbol des Wassers das Zeichen des Lebens.

Wasser ist Leben, Wasser ist Lebendigkeit … so sah es auch Johannes der Täufer, der an  diesem 4. Sonntag nach Trinitatis im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand.
Wer aber war dieser Johannes? Diese Frage stellte unsere Gemeindepädagogin Frau Deibert-Dam nicht nur den Kindern, sondern auch den Erwachsenen, die an diesem Tauf-und Tauferinnerungsgottesdienst gekommen waren. Nach einem kleinen Gespräch mit den Kindern zum Thema Taufe und was man zu einer Taufe alles benötigt, erzählte sie die Geschichte von Johannes dem Täufer. Begleitet dabei wurde sie von einigen Kindern, die die Geschichte mit entsprechender Mimik und Körperbewegung untermalten.

Johannes der Täufer, wurde als Sohn von Elisabeth und Zacharias zur Zeit als Herodes, König von Judäa war, geboren. Johannes, ein Cousin Jesu war ein Bußprediger. Er führte ein betont asketisches Leben in der Wildnis am Laufe des Jordans. Im Markusevangelium wird erzählt, er habe sich von Heuschrecken und wilden Honig ernährt, seine Kleidung bestand aus Tierhäuten.
Sein öffentliches Wirken begann Johannes der Täufer etwa 26-29 n.Chr.  Johannes war eine besondere Persönlichkeit. Er predigte und taufte. Die Menschen hörten ihm zu, er redete offen und streng mit ihnen. Er hat die Menschen seiner Zeit aufgerüttelt und zur Umkehr auf ein besseres Gott gefälligeres Leben aufgerufen. Seine Worte waren damals nicht beliebt und sind es heute ebenso wenig geblieben, dennoch sind sie nach wie vor nötig. Johannes hatte den Mut sie auszusprechen  und auf den hinzuweisen, der nach ihm kommt – Jesus. Seine Worte sind aber nicht nur mahnend, sie laden ein zu einem neuen Leben. Johannes ermuntert die Menschen das Gewesene im Jordan abzuwaschen und wie „neu geboren“ aufzutauchen. Viele Menschen aller Gesellschaftsschichten kann Johannes überzeugen sich einem neuen Leben hinzuwenden und sie lassen sich daraufhin taufen. So auch Jesus, der an den Jordan gekommen war, um sich von Johannes taufen zu lassen. Zunächst war Johannes verwirrt darüber, das Jesus sich von ihm taufen lassen wollte. Jesus aber sprach zu Johannes: „Gott will es so.“ und ließ sich von Johannes taufen. Kaum war dies geschehen, da öffnete sich der Himmel und Gott sprach: „Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich meine Freude.“

In dieser Nachfolge Jesu Christi wurden an diesem Sonntag vier Taufen gefeiert und an die schon getauften Kinder und Erwachsenen erinnert.

„Denn bei dir ist die Quelle des Lebens und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“                                                                                                                                           (Psalm 36,10)