Erntedank

„Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand: der tut mit leisem Wehen sich still und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!“

In diesem Liedtext nach Matthias Claudius, welches wir zum Abschluss unseres Erntedankgottesdienstes am 6. Oktober gesungen haben, ist die ganze Fülle gärtnerischen Wirkens im Wechsel mit den Jahreszeiten und im Einklang mit der Natur zu finden.

Und wenn dann der Ernte-Dank-Altar so reich bestückt werden konnte, trotz überaus trockenem Sommer und trotz Bangens um die Ernte, dann kann man fröhlich in den Refrain des Ernte-Dank-Liedes einstimmen … drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt…

Klar, es war nicht alles in Preungesheimer Gärten gewachsen, es wurde auch Etliches dazu gekauft. Aber, wichtig ist doch, zum Ausdruck zu bringen, heute am Erntedankfest habe ich allen Grund „Danke“ zu sagen, ob ich meine Gaben nun großzügig im Hofladen oder im Supermarkt gekauft oder freigiebig von meinem Gartenertrag abgegeben habe. Und so konnte auch in diesem Jahr wieder aus einer Fülle an Obst und Gemüse ein bunter Ernte-Dank-Altar aufgebaut werden. Traditionsgemäß wurden die Gaben an die Bewohner von „Haus Metanoia“ weitergegeben. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle, die für Erntedank gespendet haben.

Marie-Louise Raab