Einführungsgottesdienst der Konfis am 17.09.2017

„Meine Zeit steht in Deinen Händen“

Einen fröhlichen und erfrischenden Gottesdienst konnten die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 17. September 2017 in unserer Kreuzkirche erleben.
„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“ Prediger 3,1

An diesem Sonntag war es wieder an der Zeit, dass die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrganges 2017/2018 eingeführt wurden.
Die 20 Mädchen und Jungen aus der Kreuz- und Festeburggemeinde standen hierbei im Mittelpunkt – sie gestalteten den gesamten Gottesdienst selbst.

Bei der persönlichen Vorstellung konnte man die Nervosität der Jugendlichen noch ein wenig spüren. Dies legte sich jedoch schnell, und alle Konfirmandinnen und Konfirmanden wurden sicherer in ihrem Auftreten. Als Gottesdienstteilnehmer konnte man erkennen, dass sich alle im Konfirmandenunterricht intensiv sowohl mit der Eingangsliturgie als auch mit dem Predigttext auseinandergesetzt haben.

Auch die Lieder waren genau auf das Thema des Gottesdienstes abgestimmt. Hier möchte ich anmerken, dass mir besonders die beiden Lieder, die die Konfirmanden/innen ausgesucht haben, sehr gefallen haben – zwei modern angehauchte Kirchenlieder.

Im Gottesdienst verbanden sich Tradition und „Moderne“. Die Jugendlichen haben es geschafft, die Bibel in unsere heutige Zeit zu übertragen.
Die Schriftlesung aus Prediger 3,1-15 sagt uns, dass es für jede Situation in unser aller Leben eine Zeit gibt, ob es nun eine gute oder vermeintlich schlechte Zeit ist.
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden nahmen hierauf in ihrem Predigttext Bezug, der als Austausch von vier Jugendlichen aufgebaut war:

In den Ferien kann man tun, was man möchte; sei es im Stuhl liegen und die Sonne genießen oder auch aufstehen und sich mit Freunden treffen.

Was aber ist mit den Menschen, die es sich nicht aussuchen können (z. B. ältere oder kranke Menschen)? Oft verzweifeln diese und ergeben sich in ihr Schicksal: „Dann ist es eben so…“

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden verwiesen hierzu auf ein Gleichnis im Johannesevangelium 5, 1 – 15, in dem ein Kranker sich bei Jesus beklagt, dass er es aufgrund seiner Krankheit nie zu einer heilenden Quelle schafft, um wieder gesund zu werden. Allen guten Worten von Jesus widerspricht er mit einem „Ja, aber…“. Am Ende befiehlt ihm Jesus: „Steh auf, nimm Deine Matte und geh!“ – Und der Kranke ist geheilt.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden haben in dem Gottesdienst sehr schön herausgearbeitet, dass es wichtig ist, auf Gott zu vertrauen, aber auch auf sich selbst und nicht zu verzweifeln. Das bedeutet auch, eigene Entscheidungen zu treffen – wenn die Zeit dafür gekommen ist: „Alles hat seine Zeit.“

Wir dürfen selbstverständlich auch von Zeit zu Zeit düstere Gedanken haben und auch zweifeln oder Fehler begehen. Das gehört zu unserem menschlichen Leben. Aber mit Gottes Hilfe finden wir zurück auf einen positiven Weg:

„Was geschieht, das ist schon längst gewesen, und was sein wird, ist auch schon längst gewesen; und Gott holt wieder hervor, was vergangen ist.“ Prediger 3,15

Für mich die zentrale Botschaft dieses Gottesdienstes:
Jeder Einzelne von uns kann zu jeder Zeit auf Gott vertrauen. Er unterstützt uns individuell und bleibt bei uns, – auch wenn wir zweifeln oder falsche Entscheidungen in unserem Leben treffen.

 

Gott sagt: „Du bist du“:
Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee und dass du atmest, kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie: Dass du lebst, war eines anderen Idee und dass du atmest, sein Geschenk an dich.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes, ein ganz genialer noch dazu. Du bist du, das ist der Clou, – Ja, du bist du.

Vergiss es nie: Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du und niemand lächelt so, wie du’s grad tust.
Vergiss nie: Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du, und niemand hat je, was du weißt, gewusst.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes, ein ganz genialer noch dazu. Du bist du, das ist der Clou, – Ja, du bist du.

Vergiss es nie: Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt und solche Augen hast alleine du.
Vergiss es nie: Du bist reich, egal ob mit, ob ohne Geld; denn du kannst leben. Niemand lebt wie du.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes, ein ganz genialer noch dazu. Du bist du, das ist der Clou, – Ja, du bist du.

Liedtext: Jürgen Werth
Melodie: Paul Janz

 

Wie ich aus Gesprächen mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden mitbekommen habe, wird dieses Lied sehr gerne im Konfirmandenunterricht gesungen.
Vielleicht haben wir Gemeindeglieder die Gelegenheit, dieses sehr schöne Lied nochmals in einem unserer Gottesdienste in der Kreuzkirche zu singen, so wie beim Einführungsgottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden!

Dieser Gottesdienst hat mir sehr viel Freude gemacht.

Vielleicht kann dieser ein Anreiz sein, Gottesdienste solcher Art öfter stattfinden zu lassen.

An dieser Stelle bedanke ich mich recht herzlich bei allen Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie bei Pfarrerin Weber und Pfarrer Hofmann für einen wundervollen Vormittag mit vielen neuen Impulsen, auch und gerade weil ich bereits 43 Jahre alt bin… Für mich persönlich ist die Jugend mit dem Alter ein Stück weit zusammengerückt!

Lutz-Stefan Litzenbauer