Das singende, klingende Weihnachtsbäumchen

„Der Christbaum. Weihnachtsliedchen für kleine Kinder.“

Der damalige Hanauer Pfarrer Johannes Carl, der ab 1861 bis zu seinem Lebensende in Preungesheim wirkte, veröffentlichte im Jahr 1842 die zwölf Strophen seines Weihnachtsliedes unter dem Titel „Der Christbaum“. Die Melodie steuerte Georg Eisenbach bei, der Kantor an der Hanauer Marienkirche und Lehrer an der dortigen Mädchenschule war. Text und Musik wurden als Einzelblatt zum Preis von 4 Kreuzern verkauft. Das Lied erfuhr weite Verbreitung. In veränderter Gestalt ist die Melodie auch heute noch in vielen Liedsammlungen zu finden. Ferdinand Riebeling kritisierte jedoch schon bereits im Jahr 1897, dass die originale Melodie von Eisenbach „regelmäßig recht willkürlich verändert und gegen das Original entschieden verschlechtert“ wurde. Daher sind Miriam Hannah Adorf (Sopran) und Klaus Bauermann (Orgel) in der Preungesheimer Kreuzkirche hier mit der originalen Melodiefassung zu hören, in der die Preungesheimer wohl damals das Weihnachtslied ihres Pfarrers gerne sangen:

Das Lied „Der Christbaum“ hier anhören.

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  1. Der Christbaum ist der schönste Baum,
    den wir auf Erden kennen;
    im Gärtchen klein, im engsten Raum,
    wie lieblich blüht der Wunderbaum,
    ||: wenn seine Blümchen brennen, :||
    ja brennen.