Die neue Gemeindepraktiakantin stellt sich vor

Hallo, ich möchte mich gerne kurz bei Ihnen vorstellen. Mein Name ist Karen Bergstein, und ich bin 25 Jahre alt. Vor drei Jahren bin ich nach Frankfurt gezogen, um hier an der Goethe-Universität, nun im 5. Semester, Evangelische Theologie zu studieren. Im Februar/März darf ich im Rahmen meines Gemeindepraktikums in der Kreuzgemeinde hospitieren. Ich freue mich sehr auf diese Zeit und alle Begegnungen, die im Rahmen der momentanen Corona-Situation möglich sein werden!

Text von K. Bergstein


Was ist ein Gemeindepraktikum?

Im Zuge des Theologiestudiums wird von Studierenden, die später in den Pfarrdienst möchten, ein Gemeindepraktikum verlangt. Während des Praktikums liegt der Akzent auf dem Lernen durch Beobachten. Gemeindepraktikanten begleiten den Pfarrer bei seiner Arbeit: die Teilnahme an Sitzungen und Besprechungen, das Begleiten des Pfarrers bei Gesprächen mit Menschen, und vieles andere mehr. Das Praktikum dauert vier Wochen.

Text von B. Krieg

„Ich habe da mal ein paar Fragen…“ – ein Interview mit Pfarrer B. Krieg

Preungesheim ist vielfältig. Daher gibt es auch viele Religions- und Glaubensgemeinschaften, die ich Ihnen gerne in dieser neuen Serie vorstellen möchte. Ich kann Ihnen versprechen, dass es interessante und persönliche Einblicke geben wird…

Beginnen möchte ich mit unserer Evangelischen Kreuzgemeinde.


Herr Pfarrer Krieg (42 Jahre), verheiratet (seine Frau arbeitet im Bürgerhospital) hat mit mir hierzu ein Interview geführt. Gemeinsam haben beide einen 1-jährigen Sohn. Er stammt aus einer Pfarrersfamilie (Großvater, Vater und Onkel sind ebenfalls Pfarrer).

Sein Vikariat absolvierte Herr Pfarrer Krieg in Egelsbach. Danach war er mit je einer ½ Stelle in der Johannisgemeinde in Darmstadt und in der Flughafenseelsorge für 6 Jahre tätig.

Die Stelle am Flughafen ist ja nun keine klassische bzw. feste Kirchengemeinde? Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

„Die Gemeinde bestand weniger aus Passagieren des Flughafens als aus Mitarbeitern. Wir waren mit ca. 75.000 Mitarbeitern am Flughafen quasi die größte Gemeinde in Deutschland. Die Herausforderung war jedoch „sichtbar“ zu werden. Es war immens wichtig auf die Menschen zuzugehen, weil sie sich am Flughafen ja zum Arbeiten aufhielten. Was ich mitgenommen habe ist, dass gerade in den sogenannten „Tür-und-Angel-Gesprächen“ auch Seelsorge betrieben werden kann. Hierzu ist nicht unbedingt ein fest verabredeter Zeitpunkt notwendig.“

Warum haben Sie sich dann nach Ihrer Tätigkeit in Trebur (Kreis Groß-Gerau) für die Kreuzgemeinde entschieden?

„Die Kreuzgemeinde war für mich schon immer interessant, da ich bereits 2,5 Jahre in Eckenheim gewohnt habe und in Bad Vilbel aufgewachsen bin. Der charakteristische „dörfliche“ Ortskern und das Persönliche waren für mich hier ausschlaggebend. Außerdem fand ich die Ausschreibung der Stelle sehr sympathisch.“

Was sind Ihre Aufgaben neben der seelsorgerischen Tätigkeit und dem Halten von Gottesdiensten in der Gemeinde?

„Die Frage wäre eigentlich genau andersherum zu stellen“ (Herr Pfarrer Krieg lacht). „In unserer Ausbildung wurden wir auf die vielen Verwaltungstätigkeiten nur am Rande vorbereitet. Mittlerweile müssen alle Pfarrer quasi „kleine Fachanwälte für Personal- und Verwaltungsfragen“ sein… Der Kirchenvorstand leitet die Gemeinde und der Pfarrer ist entweder Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes und damit sind immer geschäftsführende Aufgaben verbunden. Ein Pfarrer übt heute also auch eine Management-Tätigkeit aus. Gefühlt sind die Verwaltungsaufgaben oft ein Hauptteil der Arbeit.“

Durch die sehr gute und wertvolle Arbeit von Frau Kojic im Gemeindebüro und der engagierten Arbeit der Mitglieder des Kirchenvorstandes wird Herr Pfarrer Krieg sehr entlastet, wie er nicht ganz ohne Freude sagt.

Die Aufgaben eines Pfarrers sind sehr vielfältig: Seelsorge, Gottesdienste, Schulunterricht, Verwaltungsarbeit und Sitzungen, Öffentlichkeitsarbeit und anderes mehr gehören dazu.

„Die Woche ist oft sehr voll mit den unterschiedlichsten Terminen. Dennoch bin ich in meiner Termingestaltung freier, als ein Angestellter im Büro mit festen Arbeitszeiten. Dabei ist mir die seelsorgerische Tätigkeit immens wichtig. Der eigene Glaube ist zunächst etwas ganz Individuelles. Darüber mit Menschen ins Gespräch zu kommen, würde ich gerne viel öfter schaffen.

Was geht Ihnen spontan durch den Kopf, wenn Sie an die Kreuzgemeinde denken?

„Es ist eine sehr lebendige und bunte Gemeinde! Das beste Beispiel ist der Kirchenvorstand, der sehr vielfältig ist (z. B. Altersstruktur). Auch die Kreise und Gruppen, die in der Gemeinde aktiv sind, bieten für jedes Gemeindeglied etwas und sind wertvoll für das Miteinander.“

Die Gemeinde hat derzeit übrigens ca. 1.780 Mitglieder.

Die jeweiligen Veranstaltungen der Gruppen und Kreise werden immer im Gemeindebrief oder in den Schaukästen bekannt gegeben.

Gibt es Kontakte/Verbindungen zu Nachbargemeinden?

„Wir arbeiten eng mit der ev. Festeburg-gemeinde zusammen im Hinblick auf die Konfirmandenarbeit.

Außerdem gibt es enge Kontakte mit Nachbargemeinden aus Berkersheim, und dem Frankfurter Berg für gemeinschaftliche Veranstaltungen, um Synergien zu schaffen.“

Wie bereiten Sie sich auf die Gottesdienste und deren jeweilige Themen vor?

„Jedem Sonntag im Kirchenjahr ist ein Thema zugeordnet. In der sogenannten Perikopenordnung gibt es dazu jeweils passende Bibelstellen als Vorschläge für die Predigt. Als Perikopen werden die Textabschnitte für die Schriftlesung und die Predigt bezeichnet.  Die Ausgestaltung der Predigt und des Gottesdienstes findet dann über die Woche vor dem Gottesdienst statt.“

Nach Außen ist für uns Gemeindeglieder der Pfarrer ja einfach der, der alles richten kann…, was also nur bedingt richtig ist.

Was sind für Sie die wichtigsten Gottesdienste und warum?

„Zunächst die großen Festgottesdienste Heiligabend und Ostersonntag aber auch Konfirmationsgottesdienst und Familiengottesdienste. Besonders berühren mich persönlich die Gottesdienste am Ewigkeitssonntag und Karfreitag. Diese beiden Tage bieten mir die Möglichkeit, über Tod, Verlust und Ängste nachzudenken und zu sprechen, was oft im Alltagsleben sonst eher verdrängt wird.“

Herr Pfarrer Krieg freut sich sehr, dass es so viele Gruppen und Kreise in unserer Gemeinde gibt, die aktiv das Gemeindeleben mitgestalten (z. B. Kindergottesdienst, Seniorennachmittag, 60+ etc.).

Mehr Angebote sind immer schön…Es müssen sich dann aber engagierte Ehrenamtliche finden, die ein solches Projekt auch am Laufen halten…!

Was ist besonders positiv in der Gemeinde hervorzuheben? Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?

„Hervorzuheben ist hier das breite Engagement in der Kreuzgemeinde. Hauptamtliche und Ehrenamtliche arbeiten toll zusammen.

Außerdem hat es die Gemeinde wunderbar geschafft, den „neuen“ Stadtteil „Frankfurter Bogen“ mit in das Gemeindeleben zu integrieren! Hier ist etwas Gutes zusammengewachsen. Und dies spricht für die Menschen in Preungesheim!

Verbesserungsbedarf möchte ich das gar nicht nennen. Stattdessen haben wir im wahrsten Sinne des Wortes Baustellen im Gebäudebereich unserer Gemeinde, z. B. das Gemeindehaus und die Kita, die sanierungsbedarf haben.

Es geht mir hierbei aber auch um Räume. Wichtig ist, hier nicht zu fragen: Was steht uns als Kirchengemeinde zu! – Sondern: Wie sollen die Räume genutzt werden. Es ist zu überlegen, was angeboten werden soll bzw. welcher Bedarf an den Raum, die Räume die bestehenden Gruppen haben. Dann kann davon eine Raumplanung angegangen werden.“

Mal eine kritische Frage: Was müsste passieren, um wieder mehr Menschen für die Kirche zu begeistern (Stichwort: sinkende Mitgliederzahlen gerade bei den jungen Menschen)?

„Die Trendumkehr ist wohl eher Wunschdenken.

Als EKHN bzw. EKD werden wir den Mitgliederschwund nicht umkehren können.

Wir als Kirche und Kirchengemeinde müssen die Frage beantworten: Was macht uns denn als evangelische Kirche aus? Was sind unserer originären Aufgaben und wie können wir mit Menschen ins Gespräch, in Kontakt kommen.“

Eine letzte Frage: Wie stellen Sie sich die Zukunft unserer Gemeinde in den nächsten Jahren vor?

„Es gilt dasselbe, wie meine Antwort zuvor. Mit diesem Hintergrund gilt es zu überlegen, wie wir das Gemeindeleben – auch mit welchen Aktivitäten – gestalten.

Es muss auch über Kooperationen, nicht Fusionen, mit Nachbargemeinden gesprochen werden, damit wir uns zukunftsfähig und attraktiver als Kreuzgemeinde aufstellen können. Ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation ist zum Beispiel der gemeinsame Konfirmandenunterricht der Kreuz- und Festeburggemeinde!“

Ich danke ganz herzlich Herrn Pfarrer Krieg für dieses interessante und auch sehr persönliche Gespräch und die Zeit, die er sich dafür genommen hat!

Lutz-Stefan Litzenbauer

Weltgebetstag 5. März 2021

Frauen aus Vanuatu haben den Gottesdienst zum diesjährigen Weltgebetstag vorbereitet.

Wegen der Covid-19-Pandemie ist diesmal noch offen, in welcher Weise hier in Preungesheim und in den Nachbargemeinden der Weltgebetstag begangen wird.

Bitte beachten Sie die Ankündigungen in den Schaukästen der Kreuzgemeinde und auf unserer Homepage!

Weihnachten Zuhause

Weihnachten müssen wir dieses Jahr ganz anders feiern. Bereits in der Adventszeit mussten wir auf vieles Verzichten. Und auch an Heilig Abend und den Weihnachtstagen ist vieles nicht möglich, was normalerweise dazugehört.
Für viele Menschen gehört der Besuch eines Gottesdienstes einfach dazu. Doch können oder wollen sogar am Heiligen Abend viele Menschen nicht in ihrer Kirche den Weihnachtsgottesdienst mitfeiern.
Daher haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden Gebete und Texte für einen Gottesdienst an Weihnachten Zuhause gestaltet. Den Gottesdienst können Sie hier herunterladen.

Erntedankfest 2020 in der Kreuzkirche

Am 11. Oktober 2020 wurde in einem festlichen Gottesdienst, erstmals seit Ende Februar, auch wieder ein Gottesdienst mit Abendmahl gefeiert.

Der Erntedank-Altar – reich bestückt wie jedes Jahr! Da ist von Äpfeln über Nüssen, Kürbissen, verschiedenen Kohlsorten, Lauch, Karotten, Kartoffeln, usw. so gut wie alles vertreten, was man in der Küche zu leckerem Essen verarbeiten kann. Und da kam schon beim Aufbauen und Dekorieren des Erntedankaltars große Dankbarkeit auf über die Vielfalt und Fülle der Erntedankgaben. Dankbarkeit aber auch, dass wir in diesem, so außergewöhnlichen, Jahr gemeinsam Erntedank feiern konnten!

Tiefberührend dann das Feiern des Abendmahls, das, bedingt durch die Corona-Maßnahmen, so lange ausgesetzt werden musste. Da war bei allen zu spüren, wie bedeutsam gerade dieses Abendmahl für jeden Einzelnen war.

Wir danken allen, die so reichlich für den Erntedank-Altar gespendet haben, und dankbar waren sicher auch die Bewohner vom „Haus Metanoia“, denen auch in diesem Jahr wieder die Gaben gespendet wurden. 

Marie-Luise Raab

Die Gemeindeversammlung am 15.11.2020 findet nicht statt!!

Die geplante Gemeindeversammlung am 15. November 2020 musste abgesagt werden. Die einmal im Jahr stattfindende Gemeindeversammlung gibt dem Kirchenvorstand der Gemeinde die Möglichkeit, seine Arbeit den Gemeindegliedern vorzustellen, und diese können wiederum Fragen und Anregungen an die Mitglieder des Kirchenvorstandes richten. In der Regel sind immerwiederkehrende Themen einer Gemeindeversammlung die Entwicklung der Mitgliederzahlen, die finanzielle Situation der Gemeinde und ein Blick auf geplante Projekte und anstehende wichtige Ereignisse. Ein großer Punkt der abgesagten Gemeindeversammlung wäre die anstehende Wahl des Kirchenvorstandes am 13. Juni 2021 gewesen. Die Kandidatinnen und Kandidaten hätten sich vorgestellt, und weitere Informationen zum Ablauf der Wahl wären vorgestellt worden. Ein neuer Termin für die Gemeindeversammlung kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden.

Es ist nach wie vor möglich, dass Sie sich auch als Kandidat oder Kandidatin für den Kirchenvorstand der Kreuzgemeinde zur Wahl stellen. In den Kirchenvorstand können und sollen Menschen ihre persönlichen Erfahrungen einbringen, ob aus der beruflichen oder familiären Welt oder aufgrund spezieller Erfahrungen und Fachkenntnisse. Die allerbeste Voraussetzung ist Neugier, sich auf neue Herausforderungen einzulassen und mit anderen gemeinsam Lösungen zu suchen. Der KV trägt zusammen mit dem Pfarrer die Verantwortung für die Gemeinde – er leitet und prägt sie, ist Impulsgeber und trifft Entscheidungen.

Wenn Sie Interesse an der Arbeit des Kirchenvorstandes haben und Kandidat oder Kandidatin für die Wahl werden möchten, melden Sie sich bei Pfarrer Benjamin Krieg für ein persönliches Gespräch!