Konfirmation Jahrgang 2020/2021

Hinter den 14 jungen Menschen, die sich am Abend des 29. Mai 2021 zum Abendmahlsgottesdienst vor der Konfirmation in der Festeburgkirche versammelten, lag ein denkwürdiges Konfirmandenjahr:

Zum Beginn, im September 2020, ist es noch möglich gewesen, zwei Treffen in Präsenz stattfinden zu lassen. Danach musste auf Onlinetreffen umgestiegen werden.

Erst wieder zwei Wochen vor der Konfirmation ist es wieder möglich gewesen, sich persönlich im Konfi-Treff zu begegnen. Auch eine gemeinsame Konfi-Fahrt ist nicht möglich gewesen. Als kleinen Ersatz gab es ein Konfi-Wochenende online, welches gemeinsam mit den Konfis aus der Michaelisgemeinde und der Bethaniengemeinde durchgeführt wurde.

Am 29.05.2021 wurde dann der gemeinsame Abendmahlsgottesdienst am Vorabend zur Konfirmation gefeiert. Aufgrund der geltenden Hygienevorgaben konnten die Konfis von zwei weiteren Gottesdienstteilnehmern begleitet werden. Im Gottesdienst wurden zwei Konfirmandinnen von Pfarrerin Meike Sohrmann und Pfarrer Benjamin Krieg getauft. Die Familie einer Konfirmandin gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit.

Am Sonntagmorgen wurden die Konfirmandinnen und Konfirmanden in zwei Gottesdiensten eingesegnet. Die Gottesdienste wurden für die Menschen, die nicht in der Kirche teilnehmen konnten, online übertragen. Dank der Hilfe vieler Menschen vor, in und nach den Gottesdiensten hatten die Konfirmandinnen und Konfirmanden und deren Familien trotz mancher Einschränkung ein feierliches Konfirmationswochenende.

Ihre Konfirmation feierten:

Adrian Wulff, Benjamin Heuschen, Sophia Dünnebeil, Theresa Schmitt, Sophia Busse, Fayo Nure, Sophie Rieh, Apollonia Brandau, Paula Fels, Carolin Moos, Justin Homolka, Lucy Rauhut, Carl Wettlaufer, Lennart Etzel

Neue Antependien

Jeder von Ihnen stand sicher schon einmal an einer Ampel. Und es ist ganz klar, wenn die Ampel rot zeigt, bedeutet es: stehen bleiben. Zeigt die Ampel grün, dürfen wir gehen. Das bringen wir unseren Kindern schon sehr früh bei. Die Ampel ist ein Symbol. Wir leben ständig mit Symbolen; sie erleichtern das Leben, weil sie sichtbares Zeichen für etwas sind, was wir sonst lang und breit erst erklären müssen.

Ein weniger gängiges Beispiel ist die Farbe der Antependien, was übersetzt „Vor-Hang“ bedeutet, den Vor-Hang am Lesepult. In anderen Kirchen hängt das Antependium an der Kanzel, am Altar oder an beiden Orten. Je nach Kirchenjahreszeit ist die Farbe des Antependiums eine andere. Das Kirchenjahr beginnt mit dem 1. Advent und endet mit dem Ewigkeitssonntag.

Am Gottesdienst zu Pfingstsonntag wurden die neuen Antependien für die Kreuzkirche eingeführt. Pfingstsonntag ist einer der wenigen Tage im Kirchenjahr, an denen die Farbe Rot die Farbe des Antependiums ist.

Rot ist die Farbe der Liebe. Sie steht für Energie, Liebe, Feuer, Kraft und Sinnlichkeit; je nach Intensität kann Rot auch als aggressiv wahrgenommen werden, weil sie an Feuer, Blut, hochrote Köpfe usw. erinnert. Im Hebräischen haben die Worte Blut und Rot den gleichen Ursprung. Die Farbe Rot gilt als Medium für Energie und Lebendigkeit. So finde ich es nicht verwunderlich, dass diese energetische Farbe die liturgische Farbe für Pfingsten bzw. für den Heiligen Geist geworden ist. Zumal schon in der Apostelgeschichte (2, 1-4) erzählt wird: „Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“

Rot ist die Farbe des Heiligen Geistes. Rot ist die Farbe des Feuers. Rot steht für Pfingsten. Wie es dann weiter gegangen ist mit der Christusgeschichte. Rot wird auch bei der Ordination und bei der Konfirmation aufgelegt. Wenn sozusagen die Fackel des Glaubens an die nächste Generation weitergegeben wird.

Die Farbe Grün ist diejenige, die an den meisten Sonntagen im Kirchenjahr die Farbe des Antependiums bestimmt. An den vielen Sonntagen nach Trinitatis bis zum Ende des Kirchenjahres. Also den gesamten Sommer über. Grün steht für Wachsen und Gedeihen. Und tatsächlich: Das Kirchenjahr greift auch die natürlichen Zeiten auf. Die Bibel erwähnt vor allen Farben Grün: So heißt es in der Schöpfungsgeschichte: Das Land brachte junges Grün hervor. (Gen 1,12). Grün steht für Schöpfung. Für Leben. Psalm 23 malt uns geradezu die grünen Auen vor Augen. Grün hat etwas mit dem Segen Gottes zu tun. Dass er wachsen lässt, oft in der Stille und völlig unaufgeregt. Grün ist ebenso die Farbe der Hoffnung. Hoffnungsvoll sollen wir nach Weihnachten in der Epiphanias-Zeit, in der das Erscheinen des Lichts gefeiert wird, in der Dunkelheit weitergehen. Wir sollen und dürfen hoffen und vertrauen, dass Gott uns ins Licht führen will, auch wenn in der Epiphanias-Zeit, im Januar und Februar, oft noch alles dunkel um uns herum ist.

Dann ist da noch das violette Antependium. Es weist uns auf Einkehr und Umkehr hin. Violett ist eine Mischfarbe aus Rot und Blau. Rot steht dabei für alles Irdische, für Leben, Liebe und Feuer. Blau dagegen steht für den Himmel – Himmelblau – und das Göttliche. Violett ist also die Farbe, in der Himmel und Erde sich berühren. Und so steht Violett für Religiöses im Menschen, für Besinnung und Gebet, für Buße und Umkehr. Sie wird in der Vorbereitungszeit auf die hohen Feste verwendet, in der Advents- und Passionszeit oder am Buß- und Bettag.

Weiß bedeutet Licht. Physikalisch gesehen beinhaltet Licht das gesamte Farbspektrum und symbolisiert somit die ganze Fülle der Herrlichkeit Gottes. Weitere Attribute sind Unschuld, Wahrheit und Ewigkeit. Besonders die großen Christus-Feste Weihnachten und Ostern werden mit Weiß gekennzeichnet. Das Weiß des Antependiums versinnbildlicht Jesus Christus als das „Licht der Welt“. Das weiße Parament – und nicht das schwarze – hängt auch am Ewigkeitssonntag (Totensonntag) als Ausdruck dessen, dass man die Verstorbenen mit Christus verbunden weiß.

Im Zuge der Neugestaltung des Altarraumes im Jahr 2013 wurde auch ein zum Altar passendes Lesepult hergestellt. Der Entwurf sah ein Aufhängen der Antependien direkt am Lesepult vor. Die alten Antependien waren dafür leider nicht geeignet und hingen als provisorische Lösung am Lesepult. Daher hat der Kirchenvorstand letztes Jahr beschlossen, die Textilwerkstatt am Elisabethenstift in Darmstadt mit der Herstellung neuer Antependien zu beauftrage. Und so werden uns diese neuen Antependien von nun an durch das Kirchenjahr geleiten.

Jeder von Ihnen stand sicher schon einmal an einer Ampel. Und es ist ganz klar, wenn die Ampel rot zeigt, bedeutet es: stehen bleiben. Zeigt die Ampel grün, dürfen wir gehen. Das bringen wir unseren Kindern schon sehr früh bei. Die Ampel ist ein Symbol. Wir leben ständig mit Symbolen; sie erleichtern das Leben, weil sie sichtbares Zeichen für etwas sind, was wir sonst lang und breit erst erklären müssen.

Ein weniger gängiges Beispiel ist die Farbe der Antependien, was übersetzt „Vor-Hang“ bedeutet, den Vor-Hang am Lesepult. In anderen Kirchen hängt das Antependium an der Kanzel, am Altar oder an beiden Orten. Je nach Kirchenjahreszeit ist die Farbe des Antependiums eine andere. Das Kirchenjahr beginnt mit dem 1. Advent und endet mit dem Ewigkeitssonntag.

Am Gottesdienst zu Pfingstsonntag wurden die neuen Antependien für die Kreuzkirche eingeführt. Pfingstsonntag ist einer der wenigen Tage im Kirchenjahr, an denen die Farbe Rot die Farbe des Antependiums ist.

Rot ist die Farbe der Liebe. Sie steht für Energie, Liebe, Feuer, Kraft und Sinnlichkeit; je nach Intensität kann Rot auch als aggressiv wahrgenommen werden, weil sie an Feuer, Blut, hochrote Köpfe usw. erinnert. Im Hebräischen haben die Worte Blut und Rot den gleichen Ursprung. Die Farbe Rot gilt als Medium für Energie und Lebendigkeit. So finde ich es nicht verwunderlich, dass diese energetische Farbe die liturgische Farbe für Pfingsten bzw. für den Heiligen Geist geworden ist. Zumal schon in der Apostelgeschichte (2, 1-4) erzählt wird: „Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“

Rot ist die Farbe des Heiligen Geistes. Rot ist die Farbe des Feuers. Rot steht für Pfingsten. Wie es dann weiter gegangen ist mit der Christusgeschichte. Rot wird auch bei der Ordination und bei der Konfirmation aufgelegt. Wenn sozusagen die Fackel des Glaubens an die nächste Generation weitergegeben wird.

Die Farbe Grün ist diejenige, die an den meisten Sonntagen im Kirchenjahr die Farbe des Antependiums bestimmt. An den vielen Sonntagen nach Trinitatis bis zum Ende des Kirchenjahres. Also den gesamten Sommer über. Grün steht für Wachsen und Gedeihen. Und tatsächlich: Das Kirchenjahr greift auch die natürlichen Zeiten auf. Die Bibel erwähnt vor allen Farben Grün: So heißt es in der Schöpfungsgeschichte: Das Land brachte junges Grün hervor. (Gen 1,12). Grün steht für Schöpfung. Für Leben. Psalm 23 malt uns geradezu die grünen Auen vor Augen. Grün hat etwas mit dem Segen Gottes zu tun. Dass er wachsen lässt, oft in der Stille und völlig unaufgeregt. Grün ist ebenso die Farbe der Hoffnung. Hoffnungsvoll sollen wir nach Weihnachten in der Epiphanias-Zeit, in der das Erscheinen des Lichts gefeiert wird, in der Dunkelheit weitergehen. Wir sollen und dürfen hoffen und vertrauen, dass Gott uns ins Licht führen will, auch wenn in der Epiphanias-Zeit, im Januar und Februar, oft noch alles dunkel um uns herum ist.

Dann ist da noch das violette Antependium. Es weist uns auf Einkehr und Umkehr hin. Violett ist eine Mischfarbe aus Rot und Blau. Rot steht dabei für alles Irdische, für Leben, Liebe und Feuer. Blau dagegen steht für den Himmel – Himmelblau – und das Göttliche. Violett ist also die Farbe, in der Himmel und Erde sich berühren. Und so steht Violett für Religiöses im Menschen, für Besinnung und Gebet, für Buße und Umkehr. Sie wird in der Vorbereitungszeit auf die hohen Feste verwendet, in der Advents- und Passionszeit oder am Buß- und Bettag.

Weiß bedeutet Licht. Physikalisch gesehen beinhaltet Licht das gesamte Farbspektrum und symbolisiert somit die ganze Fülle der Herrlichkeit Gottes. Weitere Attribute sind Unschuld, Wahrheit und Ewigkeit. Besonders die großen Christus-Feste Weihnachten und Ostern werden mit Weiß gekennzeichnet. Das Weiß des Antependiums versinnbildlicht Jesus Christus als das „Licht der Welt“. Das weiße Parament – und nicht das schwarze – hängt auch am Ewigkeitssonntag (Totensonntag) als Ausdruck dessen, dass man die Verstorbenen mit Christus verbunden weiß.

Im Zuge der Neugestaltung des Altarraumes im Jahr 2013 wurde auch ein zum Altar passendes Lesepult hergestellt. Der Entwurf sah ein Aufhängen der Antependien direkt am Lesepult vor. Die alten Antependien waren dafür leider nicht geeignet und hingen als provisorische Lösung am Lesepult. Daher hat der Kirchenvorstand letztes Jahr beschlossen, die Textilwerkstatt am Elisabethenstift in Darmstadt mit der Herstellung neuer Antependien zu beauftrage. Und so werden uns diese neuen Antependien von nun an durch das Kirchenjahr geleiten.

B. Krieg

Ergebnis der Kirchenvorstandswahl

Der neue Kirchenvorstand wurde gewählt. Herzlichen Glückwunsch! Die Amtszeit des neuen Kirchenvorstandes beginnt am 01. September 2021. Gewählt wurden (alphabetische Reihenfolge):

Tina Berrang
Sandra Brandau
Maximilian Büge
Anneliese Gad
Marie-Luise Raab
Renate Richter-Slomian
Frank Schäfer
Achim Schlums-Bewig

Den Gottesdienst zur Einführung des neuen Kirchenvorstandes und zur Verabschiedung der ausscheidenden Mitglieder feiern wir am 05. September 2021 in der Kreuzkirche um 10 Uhr.

„Ich habe da mal ein paar Fragen…“

Preungesheim ist vielfältig. Daher gibt es auch viele Religions- und Glaubensgemeinschaften, die ich Ihnen gerne in dieser neuen Serie vorstellen möchte. Ich kann Ihnen versprechen, dass es interessante und persönliche Einblicke geben wird…

Für diese Folge habe ich mich mit Frau Pfarrerin Meike Sohrmann aus der Evangelischen Festeburggemeinde – unserer Schwestergemeinde – getroffen.

Pfrin. Meike Sohrmann

Frau Pfarrerin Sohrmann ist gebürtige Frankfurterin aus Bornheim, wo sie nun auch wieder ihren Wohnsitz hat und die familiären Bindungen vorhanden sind. Sie ist verheiratet und hat 2 jüngere Kinder. In ihrer Freizeit spielt sie gerne Prellball (eine hessische Ballsportart). 

Nach Ihrer Ordination im Jahr 2015 hatte sie ihre erste Vollzeit-Pfarrstelle in Mörfelden, die sie sehr geprägt hat durch die Verantwortung und die Gestaltungsmöglichkeiten, wie sie selbst sagt.

Ca. ein Jahr verbrachte sie auch in der Gefängnisseelsorge (Spezialvikariat), – hauptsächlich in der JVA Preungesheim, aber auch in der JVA Butzbach.

Die Gefängnisseelsorge ist ja mit Sicherheit etwas Besonderes, da sie mit der „klassischen Gemeindearbeit“ nichts zu tun hat.

Predigen in einer Justizvollzugsanstalt ist etwas „Existentielles“. Besonders intensiv habe ich dort Gottesdienste zu Ostern und Weihnachten erlebt. Das ist eine Situation, in der niemand gerne dort ist. Worte wie „Freiheit“ und „Grenzen sprengen“ haben hier eine ganz besondere Bedeutung. Diese Worte haben hinter Gefängnismauern ganz klar eine ganz andere Bedeutung. Diese Gottesdienste haben mich vom Inhaltlichen immer mitgenommen und auch herausgefordert. Andersherum stellt man jedoch fest, dass es auch im Gefängnis einen „Alltag“ gibt und dort „Menschen wie Du und ich“ leben, – auch wenn sie andere Lebensgeschichten haben. Manchmal entdeckt man sogarParallelen, weil deren Probleme dort auch die von uns „draußen“ sind – Stichwort Familienfragen usw.“

Warum haben Sie sich für die Festeburggemeinde entschieden?

„Ich hatte von Anfang das Gefühl, dass die Ausschreibung sehr gut passt. Im Profil wurde besonders der Ausbau der Kinder- und Jugendarbeit hervorgehoben. Das sind meine Wurzeln; da komme ich her, da ich über einen langen Zeitraum im Evangelischen Jugendwerk aktiv war. Das hat mich geprägt und begeistert. 

Außerdem war mir durch Herrn Pfarrer Krieg bekannt, dass die Pfarrgemeinden im Pfarrbezirk gut vernetzt sind. Dies ist mir ebenfalls wichtig.“

Was sind Ihre Aufgaben neben der seelsorgerischen Tätigkeit und dem Halten von Gottesdiensten in der Gemeinde?

„Im Moment ist es leider eher das „Organisieren von Corona“ (Pfarrerin Sohrmann lacht) „Gefühlt plant man jeden Gottesdienst drei Mal: einmal ganz „normal“, dann eine Alternative und ggf. dann noch eine kurzfristige Um-Entscheidung anlehnend an die aktuelle Situation. 

Daneben bin ich Teil des Kirchenvorstands, in dem wir uns unter anderem mit den Themen Gebäude, Verwaltung, Personal etc. befassen.“

Was geht Ihnen spontan durch den Kopf, wenn Sie an die Festeburggemeinde denken?

„Das ist für mich unser Kirchraum! Zum einen aufgrund der damit verbundenen Verwaltung und dem Organisatorischen. 

Hauptsächlich schätze ich diesen aber, weil er sakral und bodenständig zugleich ist (im Gegenzug dazu strahlt die Kreuzkirche für mich eine lange Geschichte aus). Da mich die gesamte Atmosphäre unseres Kirchraumes fasziniert, besuche ich diesen auch jeden Tag zu allererst! Auch wenn die Gemälde zum Teil kontrovers diskutiert werden, haben auch sie ihre Faszination. Man/Frau muss auch nicht alle Bilder harmonisch finden – es handelt sich schließlich um den Kreuzweg Jesu. Daher gehört eine gewisse „Provokation“ einfach dazu.“

Übrigens war auch schon mehrmals das ZDF mit Fernsehgottesdiensten zu Gast in der Festeburgkirche. Aufgrund der räumlichen und klanglichen Gegebenheiten ist die Festeburgkirche ideal geeignet. Sogar ein Gottesdienst, der ursprünglich in der Dresdner Frauenkirche gehalten werden sollte, fand dann in der Festeburgkirche statt.

Wie viele Gemeindeglieder hat die Festeburggemeinde? Wie ist der „strukturelle Aufbau“?

Die Festeburggemeinde hat ca. 1.000 Gemeindeglieder.

Der aktuelle Kirchenvorstand besteht aus 7 Mitgliedern. Für den neu zu wählenden Kirchenvorstand gibt es derzeit 6 Kandidaten.

Es gibt zahlreiche Gruppen in der Festeburggemeinde: den Freundeskreis für geistliche Musik (Unterstützer der Festeburgkonzerte), den Förderverein Festeburgkirche, Seniorenkreis, Gesprächskreis „Reden über Gott und die Welt“, Kinderchor, Posaunenchor, „Aktive Senioren“ (diegemeinsame Ausflüge planen und durchführen) und der Besuchsdienstkreis, der Senioren an ihren Geburtstagen zuhause besucht.

Gibt es Kontakte/Verbindungen zu Nachbargemeinden?

Neben der Ev. Kreuz-, Bethanien- und Michaelisgemeinde, gibt es Kontakte zur Schwedischen Gemeinde sowie zu anderen christlichen Gruppen wie dem Verein New Life Christian Fellowship (NLCF) und den „Frankfurter Bibelfreunden“., die auch unsere Räumlichkeiten nutzen.

Wünschenswert ist auch eine engere Verzahnung mit der katholischen St. Christophorus-Gemeinde bzw. St. Franziskus.

Hier könnten über „Glaubensgrenzen“ hinweg z. B. Familiengottesdienste gemeinsam gefeiert werden – gerade auch im Hinblick auf die Vernetzung vor Ort.“

Wie bereiten Sie sich auf die Gottesdienste vor?

Idealerweise beginne ich damit, den Predigttext zu studieren, damit er „bei mir ist“. Natürlich verknüpft sich dieser dann auch automatisch mit aktuellen Themen und meinen persönlichen Erfahrungen. Hier kann sich durchaus auch meine Sichtweise verändern.

Gerade in diesen Corona-Zeiten liest sich ein Text (beispielsweise im Johannes-Evangelium, wenn Jesus Wasser zu Wein werden lässt und ein großes Fest in Gemeinschaft feiert) völlig anders, da ja Feiern wegen Corona im Moment gar nicht möglich sind.

Oder die biblische Geschichte von Sarah, die erfährt, dass sie noch in einem hohen Alter ein Kind gebären wird. Die beiden Überbringer der göttlichen Botschaft wenden ihr den Rücken zu. Das ist ein eindrückliches Bild für mich und ich frage mich: Wie steht Gott derzeit zu mir? Wo ist er

denn jetzt? – und Ja, da empfinde ich auch manchmal, dass er mir den Rücken zugekehrt hat. Ich kann ihn dann nicht sehen…Aber das heißt einfach nur, dass sich in verschiedenen Lebensphasen Gott von verschiedenen Seiten zeigt. Und Glaube ist ja auch immer etwas höchst Persönliches für jeden Einzelnen von uns! Die Frage bleibt: Wie zeigt sich Gott konkret in meinem Leben?

Was sind für Sie die wichtigsten Gottesdienste und warum?

„Das finde ich eine ganz schwierige Frage, da ich dies nicht in eine Jahreszeit packen kann oder an einem Gottesdienst speziell festmachen kann…

Gottesdienste mit der „Kerngemeinde“ sind genau so schön wie Familiengottesdienste die dann auch ihre Vielfältigkeit entfalten.

Besonders schön ist es, wenn das Gottesdienst-Team gut zusammenarbeitet. Das betrifft die Verantwortlichen der Technik, den Organisten, die Küster bis hin zur Gemeinde, die sich als selbständige Gemeinde versteht.

Was ist besonders positiv in der Gemeinde hervorzuheben? Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?

Das ist für mich das eben erwähnte Gottesdienst-Team! Wir feiern hier immer GEMEINSAM Gottesdienst! Und darauf kommt es an.

Natürlich ist auch das starke musikalische Engagement in der Festeburgkirche hervorzuheben.

Potential gibt es noch in der Kinder- und Jugendarbeit.“

Mal eine kritische Frage: Was müsste passieren, um wieder mehr Menschen für die Kirche zu begeistern (Stichwort: sinkende Mitgliederzahlen gerade bei den jungen Menschen)? Wie stehen Sie zu den Einsparungen der EKHN? Was wünschen Sie sich?

Was mir persönlich fehlt, ist die Vision unserer Landeskirche! Momentan wird hier noch zu stark auf den Verlust von Gemeindegliedern geschaut und auf Einsparungen, die in meinen Augen auch ihre Berechtigung haben.

Zwischen den Gemeinden selbst gibt es bereits Kooperationen und Vernetzungen (z. B. in unserem Dekanat). Hier wird bereits eine Neustruktur gegründet, die Antworten geben könnte auf die Fragen: Wie wollen wir in 10 Jahren Gottesdienste feiern? Wie soll die evangelische Kirche nach außen hin wahrgenommen werden?

Wahr ist tatsächlich, dass die evangelische Kirche an gesellschaftlicher Bedeutung verloren hat und daher auch Einsparungen notwendig sind.

Ich wünsche mir, dass dies aber nicht nur als „Verwaltungsakt“ oder als „Verwaltung von Mangel“ verstanden wird, sondern“ auch positiv gedacht wird: Welche neuen Wege können entstehen und dann sollte Geld dort zur Verfügung stehen, wo es in der Neustruktur gebraucht wird.“

Eine letzte Frage: Wie stellen Sie sich die Zukunft unserer Gemeinde in den nächsten Jahren vor?

Die Zukunftsfrage ist: Wie wollen wir (die derzeit Aktiven und Begeisterten) Kirche sein? Was begeistert uns und was wollen wir weitergeben?

Wichtig ist und bleibt das „Über-den-Tellerrand-Schauen“ und das Zusammenwachsen.“

Ich bedanke mich bei Frau Pfarrerin Sohrmann für dasinteressante, herzliche und auch sehr persönliche Gespräch und die Zeit, die sie sich dafür genommen hat!         

Lutz-Stefan Litzenbauer

Endlich – – –

Konfirmation in Corona-Zeiten

Sommer 2019:   Für 15 Mädchen und Jungen beginnt der Konfirmandenunterricht in der Festeburg- und Kreuzgemeinde. Sie lernen Neues aus der Bibel, nehmen an zwei Konfi-Seminaren teil, besuchen die Flughafen-Seelsorge, haben eine Pfarrerin zu Gast, die in der JVA Preungesheim arbeitet, und führen im Familiengottesdienst an Heiligabend 2019 ein Krippenspiel auf. Ihre Familien freuen sich schon auf die Konfirmation am 17. Mai 2020 und auf die Familientreffen.

Das erste Seminar wird vom Stadtjugendpfarramt Frankfurt organisiert, und knapp 250 Frankfurter Konfirmanden und Konfirmandinnen fahren für einige Tage in die Jugendbegegnungsstätte auf dem Volkersberg in der Rhön.

Ende Januar 2020 sind die Konfirmandinnen und Konfirmanden der vier Gemeinden des Pfarrstellenraums (Bethanien-, Festeburg-, Kreuz- und Michaelisgemeinde) gemeinsam auf einem Konfi-Seminar im Haus Heliand in Oberursel.

Dort beschäftigen sie sich mit dem Thema „Zukunft“. Sie nehmen ihre persönlichen Hoffnungen, Wünsche und Ängste zum Thema Zukunft in den Blick. Darüber hinaus denken die Konfis auch über die Zukunft der Schöpfung und der Welt nach. Der gemeinsame Gottesdienst in der Festeburgkirche am Sonntag, 16. Februar 2020, nimmt das Thema des Konfi-Seminares auf; die Konfirmandinnen und Konfirmanden gestalten den Gottesdienst und stellen ihre Collage zum Thema Zukunft vor.

Und dann:  13. März 2020:   Corona – Alles muss abgesagt und geschlossen werden, nichts geht mehr: Keine Gottesdienste mehr, keine Treffen in Gemeinden, also auch keine Konfirmation….

April 2021:   Heute nun, mehr als ein Jahr später, schauen wir wieder auf die Collage, die im Gottesdienst am 16.2.2020 vorgestellt wurde: Zukunft – aus der Sicht von Februar 2020. Wie würden wir heute, April 2021, eine Collage zur Zukunft gestalten?

Am Sonntag Jubilate, 25. April 2021, konnte der Vorstellungsgottesdienst für die Konfis des Jahrganges 2019 / 2020 gefeiert werden, gemäß den Corona-Regeln mit begrenzter Teilnehmerzahl, mit Nase-Mund-Bedeckung, ohne Gemeindegesang. Auf einem Tisch standen die Kerzen, die die Konfirmandinnen und Konfirmanden zu Beginn ihrer Konfi-Zeit gestaltet hatten. Sie werden sie nach ihrer Konfirmation am nächsten Sonntag mit nach Hause nehmen.

Und eine Woche später, am Sonntag Kantate, 2. Mai 2021, war es dann endlich so weit: Konfirmation. Am Samstagabend wurde ein Abendmahlsgottesdienst gefeiert, und es wurden zwei zu Konfirmierende getauft. Das Abendmahl war für jeden Teilnehmenden am Platz dank vieler helfender Hände bereits vorbereitet. Am Sonntagmorgen wurden dann zwei Konfirmationsgottesdienste gefeiert. Feierlich gekleidet kamen die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Familien in die Kirche. Alle Gottesdienste wurden über das Internet live übertragen, so dass auch die vielen Menschen, die vor Ort nicht mitfeiern konnten, zu Hause teilnehmen konnten. Konfirmiert wurden:

Lilia Berneiser
Celina van Abshoven
Lukas Boß
Jan-Luca Dörder
Thorben Kietzmann
Philip Lange-Brandenburg
Luis Rauhut
Julius Riegeler
Simon Lutz
Elias Schifferer
Emilia Sophie Schifferer
Maximilian Stahnecker
Vanessa Busch
Henriette Homburg
Allegra Hoffmann

Wir gratulieren allen Konfirmandinnen und Konfirmanden zu ihrer Konfirmation und wünschen ihnen und ihren Familien Gottes Segen für ihre weiteren Lebenswege!

Wir danken allen Beteiligten für ihre große Geduld und Kraft in dieser herausfordernden Zeit!

A. Gad

Informationen zu den Ostergottesdiensten

Der Kirchenvorstand der Kreuzgemeinde hat sich zu den anstehenden Gottesdiensten beraten. Als Grundlage der gefällten Entscheidung sind die Empfehlungen der Kirchenleitung der EKHN zu Grunde gelegt worden. Für die anstehenden Gottesdienste bis zunächst 18. April gelten folgende Vorgaben:

  • Eine Anmeldung zu den Gottesdiensten an Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag ist eine Voranmeldung zwingend notwendig.
  • Ab einer Inzidenz von 190 in Frankfurt am Main werden keine Gottesdienste in der Kreuzkirche gefeiert. Es kann auch zu kurzfristigen Absagen von Gottesdiensten kommen.
  • Die bereits geltenden Hygienemaßnahmen gelten weiter:
    • Tragen einer FFP 2-Maske oder medizinischer Mund-Nasen-Schutz während des gesamten Gottesdienstes
    • Kein Gemeindegesang
    • Nur die ausgewiesenen Plätze dürfen besetzt werden
    • 35 Menschen können am Gottesdienst teilnehmen

Vielen Dank für Ihr Mitwirken und Beachten der Hygieneregeln.