Abendmahlgottesdienst am Vorabend der Konfirmation
in der Festeburgkirche am 24. Mai 2014

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„Herr deine Güte reicht, soweit der Himmel ist und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen. Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und dein Recht wie die große Tiefe. Herr, du hilfst Menschen und Tieren.

Wie köstlich ist deine Güte, Gott,
dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,
und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“
(Psalm 36)

Mit diesen Worten waren alle eingeladen mit den Konfirmanden und Konfirmandinnen und ihren Eltern am Vorabend ihrer Konfirmation den Abendmahlgottesdienst zu feiern.

„Wir alle tragen eine Sehnsucht nach Gott in uns, eine Sehnsucht nach Anerkennung, nach Liebe, nach dem Gesehen werden… unsere Seelen dürsten nach dieser Sehnsucht… wir sehnen uns nach dem Frieden in uns.“, so untermalt auch der Gospelchor der Festeburggemeinde unter Leitung von Martin Schultheiß diese Aussage mit dem Lied Give us peace.
Abendmahl Gottesdienst 24_05_2014 Ein letztes Mal spricht Pfarrerin Weber die Konfirmanden als solche an, hält einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Monate und stellt die Feier der Konfirmation mit all seinen schönen Seiten in den Vordergrund. Die anschließende Familienfeier mit einem guten Essen sei sicher ein wichtiger Teil der Feier, wo man es sich besonders gut gehen lassen kann und es sicher fröhlich dabei zugehe. Aber wie war das bei den ersten Christen? Wie haben sie das Abendmahl gefeiert? In einem Dialog mit Martin Schultheiß und Pfarrerin Weber überlegen beide wie solch ein Abendmahl bei den ersten Christen wohl ausgesehen habe. In den Anfängen war es wohl ein opulentes Mahl in der Tradition jüdischer Kultur und es wurde fröhlich begangen. Oft war es die begeisterte Menge, die beseelt war von der Aufbruchsstimmung die damals herrschte. Es war das Gemeinschaftsgefühl und die Gemeinsamkeiten, die sie zusammen kommen ließen, um gemeinsam zu feiern. Im späteren Verlauf der Geschichte der Christenheit veränderte sich die Abendmahlkultur. Brot und Wein als bleibende Zeichen seiner Gegenwart in der christlichen Gemeinde erinnern uns an das Geschehen und an das Versprechen, dass Jesus seinen Jüngern einst gab. (siehe Joh. 6,26-35) Das Mahl wird zum Zeichen der Gemeinschaft mit Gott.

Das Abendmahl weist darauf hin, das neben dem weltlichen Leben, es auch ein spirituelles Leben gibt. Dieses wird aber erst im Verlauf des Lebens wichtiger, wenn man sich irgendwann die Frage stellt, wovon werde ich satt, wovon erhalte ich meine Energie?

Brot ist die Speise, die es überall auf der Welt gibt. Sie soll satt machen, keiner soll hungrig bleiben auf seiner Lebensreise. Sie soll Zehrung sein für das was kommt, Energiespender und Proviant. Es mit anderen zu teilen, Gemeinschaft zu erleben und spüren das dieser besondere Moment einen stark macht und zu fühlen was es bedeutet nicht allein zu sein. Zum sichtbaren Zeichen für das Reich Gottes hielt Jesus immer wieder Tischgemeinschaft mit den Menschen. Im Abendmahl bleiben wir nicht allein, wir bleiben verbunden in Jesus Christus, auch über den Tod hinaus.

„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ (Joh.6,35)

Im gemeinsamen Abendmahl erleben die Konfirmanden und Konfirmandinnen nun zum ersten Mal, was es bedeutet ein Teil dieser christlichen Gemeinde zu sein. Wir wünschen unseren Konfirmanden, dass sie sich aufgehoben und sicher fühlen in dieser christlichen Gemeinschaft.

Text: Bettina Geisel
Fotos: Michael Geisel

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