Konfirmation 2019

Ein Jahr des gemeinsamen Konfirmandenunterrichtes mit zwei Freizeiten, einem Vorstellungsgottesdienst und gemeinsamen Stunden, in denen über viele verschiedene Themen gesprochen wurde, geht zu Ende. Der Vorstellungsgottesdienst war bunt und nachdenklich. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden stellten den Gottesdienst unter das Thema „Unsere Erde – Gottes Schöpfung – Unsere Zukunft“. In Gebeten und der Predigt wurde über unsere Verantwortung gegenüber Gottes Schöpfung nachgedacht. Die Texte des Gottesdienstes wurden von den Konfirmandinnen und Konfirmanden geschrieben.

Am 26. Mai wurden dann in einem feierlichen Gottesdienst 13 Konfirmandinnen und Konfirmanden konfirmiert. Am Vorabend fand bereits der Abendmahlsgottesdienst in der Festeburgkirche statt. Zum Konfirmationsgottesdienst war die Kreuzkirche gut gefüllt, und die Jugendlichen wurden von Pfarrerin Helga Weber und Pfarrer Benjamin Krieg eingesegnet.

Den Konfirmierten gratulieren wir auch hier nochmals herzlich.

Es wurden konfirmiert:
Alicia Frankenbach; Celina Liphardt; Lea Abel; Lea Gemeinder; Lili Costa-Lemos; Jakob Fels; Leo Hueske; Thilo Jensen-Kusk; Max Kalbfleisch; Loris Nungässer; Henry Odinius; Lasse Thiessen; Carlo Wagner

Glaube, Liebe, Hoffnung – diese Drei

Aber die Liebe ist die Größte unter ihnen. (1. Korinther 13,13)

Die Glocken der Kreuzkirche

So ist es auch in der Kreuzgemeinde:

Die größte Glocke, die den Namen „Liebe“ trägt, wiegt 1.300 kg und tönt in „f“. Sie läutet stets im Dreiklang mit den beiden Schwesterglocken den Sonntag ein, und sie rufen auch zu den Gottesdiensten – im Namen des Dreieinigen Gottes.

Die mittlere Glocke trägt den Namen „Glaube“. Sie hat ein Gewicht von 700 kg und tönt in „as“. Auch sie läutet im Dreiklang mit den anderen beiden Glocken. Wenn sie einmal allein zu hören ist, bedeutet dies, dass ein Gemeindeglied verstorben ist.

Die kleinste der drei Glocken hat den Namen „Hoffnung“, wiegt 350 kg und tönt in „c“ – ein fröhliches, leichtes und freudiges Tönen nach oben. Diese Glocke wird stets zum Vaterunser geläutet.

Diese unsere Glocken wurden in einem feierlichen Gottesdienst am 28. April 2019 gewürdigt, da sie nun schon 70 Jahre in der Kreuzgemeinde regelmäßig erklingen. Pfarrer Krieg berichtete über die Geschichte des Preungesheimer Geläuts und wie die drei Glocken ihren Platz im Turm fanden.

Aber wozu dienen Glocken eigentlich, und warum faszinieren sie uns so?

In früherer Zeit warnten sie vor Gefahren (z. B. vor herannahenden feindlichen Heeren oder vor Feuern in der Stadt etc.).
Sie riefen aber auch – bis heute – die Gläubigen zu Gebeten und Gottesdiensten.
Gleichzeitig sind Glocken ein Sinnbild für die Lobpreisung Gottes – sie läuten auch zur Gottesehre.

Aber braucht Gott Glocken? Für Gläubige ist er doch immer da, allgegenwärtig – egal, wo sich ein Mensch gerade befindet…

Es ist wohl eher der Mensch selbst, der die Verbindung zu Gott mittels Glocken sucht und braucht. Denn Glocken wirken emotional, bedeuten Heimat, nach Hause kommen und Geborgenheit.

„Etwas, das Himmel und Erde verbindet, und auch die Menschen untereinander verbindet. Etwas, das nicht nur ins Ohr der Menschen geht, sondern direkt in ihr Herz. Etwas, das sie – wie Gottes Wort selbst – zugleich hält und wiegt und tröstet.“

Glocken verstärken die glücklichen Momente im Leben und gehören ganz selbstverständlich zu Taufen, Konfirmation, Hochzeiten etc.
Sie trösten aber auch, wenn ein lieber Mensch von uns gegangen ist, oder auch Kranke, die nicht in der Lage sind, die Kirche zu besuchen. So können auch sie bei Gott sein. Denn durch den Glockenklang wird das Wort Gottes weit in den Stadtteil getragen und sagt uns: Ich bin bei Euch, egal, wo Ihr Euch befindet.

„Glockenklang tut gut. Mitten in unsere Weltzeit bringen die Glocken die Gotteszeit zum Klingen. Unsere Uhren bestimmen die Quantität der Zeit… Die Glocken dagegen bestimmen die Qualität der Zeit.“

Glockengeläut bedeutet für mich auch, dass ein Moment der Ruhe eintritt, ein Innehalten vom sonst so stressigen Alltag, ein tiefes Durchatmen, einfach die Seele baumeln lassen…
Der Glockenklang kann den Alltag für einen Moment anhalten, uns die innere Einkehr und Gott näher bringen.

Bei der Einweihung der Glocken am 1. Mai 1949 sprach der damalige Pfarrer Falk folgende Worte:

„So seien denn unsere Glocken zum Dienst der Gemeinde bestellt, zur Ehre Gottes und unseres Heilandes, dass sie uns mahnen an die Ewigkeit und uns locken zum Gebet und zur ewigen Ruhe. Und nun vereint eure ehernen Stimmen zu Gottes Ehre und zum Preise Jesus Christi und des Heiligen Geistes. Halleluja!“

Ich persönlich freue mich schon darauf, wenn unsere drei Glocken „Glaube“, „Liebe“ und „Hoffnung“ das nächste Mal durch Preungesheim klingen. Geht es Ihnen genauso?

Text: Lutz-Stefan Litzenbauer
(Zitate sind dem Predigt-Text von Herrn Pfarrer Krieg entnommen)

Willkommen in Preungesheim!

Amtseinführung von Pfarrer Krieg in der Kreuzkirche

 Benjamin Krieg wurde am 20. Januar als Pfarrer der Kreuzgemeinde eingeführt

Eben gerade durch Prodekan Holger Kamlah ordnungsgemäß und feierlich in sein Amt eingeführt, besteigt Pfarrer Benjamin Krieg die Kanzel in der Kreuzkirche. Da passiert es: Beim üblichen Kanzelgruß zu Anfang jeder Predigt verhaspelt sich der neue Pfarrer der Kreuzgemeinde. Kaum einer hat es gemerkt. Aber Benjamin Krieg verrät es mit einem Lachen. Er sei doch etwas nervös, gesteht er. Also hebt er noch einmal zur Begrüßung seiner neuen Gemeinde an. Diesmal gelingt es ihm: „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“

Und dann predigt er, und die Gemeinde, in weihnachtlicher Zahl erschienen, ist gespannt.  Später beim Empfang, erzählt ein Katholik aus Astheim, der mit seiner Frau, Kirchenvorsteherin der evangelischen Gemeinde in Trebur, gekommen war, wo Krieg zuletzt eine halbe Stelle innehatte, er sei oft der Predigt wegen in Gottesdienste von Pfarrer Krieg gegangen. Auch diesmal habe es sich gelohnt. Stimmt, und muss man wissen.

Pfarrer Krieg hat es bereits in den ersten Wochen seines Wirkens in der Kreuzgemeinde gezeigt: Er hat etwas zu sagen. Seine Predigten sind bibelfest und gerade deshalb auch lebensnah. Zur Grundlage seiner Predigt anlässlich seiner Amtseinführung hat er die Erzählung aus dem 2. Buch Mose, Kapitel 33,18-23 gewählt: Mose will die Herrlichkeit Gottes schauen von Angesicht zu Angesicht. Wer möchte das nicht? fragt Krieg. Er zitiert Dietrich Bonhoeffer, den Theologen, Widerstandskämpfer und Märtyrer im Dritten Reich: „Die Unsichtbarkeit Gottes macht uns kaputt.“ Eine steile Behauptung.  Aber Krieg macht sie plausibel:  angefochtener Glaube, unstillbare Zweifel, bedrängendes Verlangen nach Eindeutigkeit, fatales Missverständnis, dass wahr und wirklich nur sei, was man sieht. Das setzt Menschen zu und kann sie kaputt machen.

Die Geschichte aus 2. Mose führe in eine andere Richtung des Suchens, Sehens, Erkennens, Verstehens, so der neue Pfarrer: Wahrheit ist mehr als das, was man sehen kann. Mose habe reichlich Gotteserfahrungen bei dem Auszug aus Ägypten gehabt. Und trotzdem habe ihm diese nicht genügt und wollte er Gott einmal auch wirklich sehen. Und Gott gestattet es ihm auch, aber nicht so, wie er sich das wohl denkt. Er stellt Mose auf einem Berg in eine Felskluft, hält seine Hände vor seine Augen und geht an ihm vorüber. Mose darf Gott hinterher schauen, nicht von Angesicht zu Angesicht.

Pfarrer Krieg wörtlich: „Gott von hinten! Nicht das Angesicht, nein. Gott von hinten, im Nachsehen. Nicht wirklich ein Sehen, nur eine Ahnung: >>Er war es<<. Gott, unsichtbar, und doch  – verborgen offenbar.“

Das sei eine Einladung, sagt Krieg, die verborgenen Spuren Gottes im Nachsehen zu entdecken. Das könne in der kontemplativen Stille geschehen oder im Gebet, aber auch im Lärm, in der Ausgelassenheit eines Festes, im Durcheinander einer Flucht. Die verborgenen Spuren Gottes, im Nachsehen erkannt, können helfen, gegen die Verborgenheit Gottes anzuglauben, ebenso wie gegen die Hässlichkeit der Welt. „Damit uns die Unsichtbarkeit Gottes nicht kaputt macht. Amen.“

Es fiel auf, dass beim Einführungsgottesdienst von Pfarrer Benjamin Krieg viel geklatscht wurde und manchmal auch gelacht. Das wird hoffentlich noch öfter geschehen. Prodekan Holger Kamlah und Pfarrer Dr. Eberhard Pausch überbrachten Krieg als Geschenk typischerweise je ein Buch. Ein Pfarrer braucht Bücher. Ortsvorsteher Robert Lange übergab ihm einen Schlüsselanhänger, frisch in der Commerzbankarena erworben, mit der Aufschrift: „Eintracht“. Sollte das eine verborgene Spur sein? Marie Luise Raab überreichte für den Kirchenvorstand Frau Antje Krieg mit guten Wünschen und Willkommensgruß einen schönen Blumenstrauß, wobei ihr Assistent, wie sie bemerkte, „schwächelte“, hatte dieser doch Probleme, den Strauß vom Papier zu befreien.  Mit einer Umarmung verabschiedeten Vertreter des Treburer Kirchenvorstands ihren bisherigen halben Pfarrer  –  ein Zeichen, dass man dort Kriegs Weggang bedauert, hier in Preungesheim wird er als ganzer Pfarrer, d. h. mit voller Stelle, freudig begrüßt.

Den Empfang nach dem Gottesdienst und den Grußworten hatte der Kirchenvorstand mit allerlei Köstlichkeiten ausgestattet. Es hätte der Hochzeit zu Kana, auf die Krieg auch in seiner Predigt zu sprechen gekommen war, Ehre angetan. Entsprechend dicht war das Gedränge und laut die Unterhaltung. Ob Pfarrer Krieg wohl noch Saft, Sekt oder Kaffee und Häppchen bekommen hat? Er war lange von Amtsschwestern und –brüdern sowie Gemeindegliedern umlagert, war in Gespräche verwickelt und musste vielen Menschen die Hand schütteln. Auch an Umarmungen fehlte es nicht. Pfarrer Benjamin Krieg ist in Preungesheim angekommen.

Christof Warnke

Reinigungskraft gesucht

Die Kita der ev. Kreuzgemeinde sucht ab sofort für ihre Einrichtung mit 84 Kindern im Alter von 3-6 Jahren und einem großen, lebendigen und engagiertem Team:

Reinigungskraft in Teilzeit (19,5 Wochen- Stunden)

Ihre Aufgaben:

  • Umfangreiche Reinigung von Gemeinschaftsräumen, Bädern (kehren, saugen und wischen)
  • Guter Umgang mit Reinigungsmitteln
  • Einhalten des Putzplans

Wir erwarten:

  • Freundliches Auftreten
  • Zuverlässigkeit
  • Sorgfältigkeit
  • Genauigkeit
  • Engagement
  • Selbstständiges Arbeiten

Nähere Informationen erteilt Frau Gress
Evangelische Kreuzgemeinde
Alt Preungesheim 20, 60435 Frankfurt

Einladung zu den Passionsandachten 2019

Auch in diesem Jahr laden wir in der Passionszeit zu Passionsandachten in die Kreuzkirche ein.

Die Andachten finden vom 13. März bis 10. April jeweils Mittwochs um 19.00 Uhr in der Kreuzkirche statt.

Sie sind herzlich eingeladen zur Besinnung, zur Stille, zum Gebet, zum Gesang, zum Gespräch mitten in der Woche.