Gaben zum Erntedankfest

Wir sind auch in diesem Jahr wieder dankbar für Gaben aus Feld und Garten für den Altar!
Es ist Tradition, dass die Naturalien dem Haus Meta- noia weitergegeben werden. Sie können Ihre Spenden am Samstag, dem 05.10.2019, bis 14.00 Uhr,
am Kircheneingang hinter dem Alten Pfarrhaus Weinstr. 27 ablegen. Nicht verderbliche Gaben können Sie gerne auch in unserem Gemeindebüro während der Öffnungszeiten 10.00–12.00 Uhr abgeben.

Wir danken Ihnen recht herzlich

Die Kreuzgemeinde sagt Danke!

Zum 31.10.2019 gibt Frau Heidi Warnke ihre Aufgabe ab, die Schaukästen in der Weinstraße und in der Renettenstraße zu gestalten. Viele Jahre lang hat sie treu und kreativ diese beiden Schaukästen betreut und zusätzlich für die anderen Schaukästen Vorlagen zum Aushängen angefertigt.
Wir danken Frau Warnke für ihre Arbeit, die sie viele Jahre lang für die Kreuzgemeinde geleistet hat!

Abschied von Kreuz

Liebe Kreuzgemeinde, es gibt Dinge, die vergisst man nie.

Als ich 2008 in der Festeburggemeinde meinen Pfarrdienst begann, verabredete ich mich gleich zu Beginn mit Pfr. Hans Hofmann, dem damaligen Pfarrer der Kreuzgemeinde.

Aber das Treffen fand nicht statt. Ich stand vor dem schönen alten Pfarrhaus, aber keiner machte auf. Aus dem ersten Missverständnis erwuchs viel gegenseitiges Verständnis und Verständigung. Mit meinem Kollegen verband mich eine gute kollegiale sowie freundschaftliche Beziehung. Mit der Gemeinde eine wichtige und bereichernde Nachbarschaft. Türen öffneten sich.

Festeburg und Kreuz. Zwei Gemeinden, eine gemeinsame Herkunftsgeschichte, eine unterschiedliche Wachstumsgeschichte und hoffentlich eine gemeinsame Zukunftsgeschichte.

Als sich 1963 die Festeburggemeinde am Südrand „des Dorfes“ selbstständig machte, platzte die Kreuzgemeinde als Muttergemeinde aus allen Nähten. Viele Menschen gehörten der evangelischen Kirchengemeinde in Preungesheim an. So wurden daraus zwei. Mit allen Ablösungserscheinungen, die so eine Trennung und ein Erwachsenwerden der Tochterkirche mit sich brachten.

Für mich war von Anfang an klar: Preungesheim gibt es nur mit beiden evangelischen Gemeinden, die beide ihre Stärken mitbringen und ihr eigenes Gesicht haben. Aber zusammen ein wunderbares Tandem bilden!

10 Jahre gemeinsamen Konfirmandenunterricht habe ich gerne mitgestaltet, gemeinsame Gottesdienste in der schönen alten und der schönen neuen Kirche gefeiert: Trauungen, Taufen, Abendmahl, Passionsandachten, Vorstellungsgottesdienste der Konfis und feierliche Konfirmationen. Diakonie und Kunstgottesdienste. Nicht zu vergessen der ökumenische Segensgruß zum alljährlichen Preungesheimer Dorflauf. An vielen Türen bin ich da vorbeigejoggt. Und durch manche Türen zu Trau-, Tauf- und Trauergesprächen gegangen.

Mein Herz schlägt auch für die Kreuzgemeinde. Sehr sogar! Ich freue mich mit der Gemeinde über den neuen Pfarrer Benjamin Krieg und wünsche beiden Gemeinden eine segensvolle, gemeinsame und lebendige Zukunft in Preungesheim!

Selbst gehe ich nochmal neue berufliche Wege und bin seit Anfang August Schulpfarrerin an der Main-Taunus-Schule in Hofheim. Dort bin ich Lehrende und Lernende. Beides gefällt mir sehr gut.

Herzlich grüßt und verabschiedet sich
Pfarrerin Helga Weber

Konfirmation 2019

Ein Jahr des gemeinsamen Konfirmandenunterrichtes mit zwei Freizeiten, einem Vorstellungsgottesdienst und gemeinsamen Stunden, in denen über viele verschiedene Themen gesprochen wurde, geht zu Ende. Der Vorstellungsgottesdienst war bunt und nachdenklich. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden stellten den Gottesdienst unter das Thema „Unsere Erde – Gottes Schöpfung – Unsere Zukunft“. In Gebeten und der Predigt wurde über unsere Verantwortung gegenüber Gottes Schöpfung nachgedacht. Die Texte des Gottesdienstes wurden von den Konfirmandinnen und Konfirmanden geschrieben.

Am 26. Mai wurden dann in einem feierlichen Gottesdienst 13 Konfirmandinnen und Konfirmanden konfirmiert. Am Vorabend fand bereits der Abendmahlsgottesdienst in der Festeburgkirche statt. Zum Konfirmationsgottesdienst war die Kreuzkirche gut gefüllt, und die Jugendlichen wurden von Pfarrerin Helga Weber und Pfarrer Benjamin Krieg eingesegnet.

Den Konfirmierten gratulieren wir auch hier nochmals herzlich.

Es wurden konfirmiert:
Alicia Frankenbach; Celina Liphardt; Lea Abel; Lea Gemeinder; Lili Costa-Lemos; Jakob Fels; Leo Hueske; Thilo Jensen-Kusk; Max Kalbfleisch; Loris Nungässer; Henry Odinius; Lasse Thiessen; Carlo Wagner

Glaube, Liebe, Hoffnung – diese Drei

Aber die Liebe ist die Größte unter ihnen. (1. Korinther 13,13)

Die Glocken der Kreuzkirche

So ist es auch in der Kreuzgemeinde:

Die größte Glocke, die den Namen „Liebe“ trägt, wiegt 1.300 kg und tönt in „f“. Sie läutet stets im Dreiklang mit den beiden Schwesterglocken den Sonntag ein, und sie rufen auch zu den Gottesdiensten – im Namen des Dreieinigen Gottes.

Die mittlere Glocke trägt den Namen „Glaube“. Sie hat ein Gewicht von 700 kg und tönt in „as“. Auch sie läutet im Dreiklang mit den anderen beiden Glocken. Wenn sie einmal allein zu hören ist, bedeutet dies, dass ein Gemeindeglied verstorben ist.

Die kleinste der drei Glocken hat den Namen „Hoffnung“, wiegt 350 kg und tönt in „c“ – ein fröhliches, leichtes und freudiges Tönen nach oben. Diese Glocke wird stets zum Vaterunser geläutet.

Diese unsere Glocken wurden in einem feierlichen Gottesdienst am 28. April 2019 gewürdigt, da sie nun schon 70 Jahre in der Kreuzgemeinde regelmäßig erklingen. Pfarrer Krieg berichtete über die Geschichte des Preungesheimer Geläuts und wie die drei Glocken ihren Platz im Turm fanden.

Aber wozu dienen Glocken eigentlich, und warum faszinieren sie uns so?

In früherer Zeit warnten sie vor Gefahren (z. B. vor herannahenden feindlichen Heeren oder vor Feuern in der Stadt etc.).
Sie riefen aber auch – bis heute – die Gläubigen zu Gebeten und Gottesdiensten.
Gleichzeitig sind Glocken ein Sinnbild für die Lobpreisung Gottes – sie läuten auch zur Gottesehre.

Aber braucht Gott Glocken? Für Gläubige ist er doch immer da, allgegenwärtig – egal, wo sich ein Mensch gerade befindet…

Es ist wohl eher der Mensch selbst, der die Verbindung zu Gott mittels Glocken sucht und braucht. Denn Glocken wirken emotional, bedeuten Heimat, nach Hause kommen und Geborgenheit.

„Etwas, das Himmel und Erde verbindet, und auch die Menschen untereinander verbindet. Etwas, das nicht nur ins Ohr der Menschen geht, sondern direkt in ihr Herz. Etwas, das sie – wie Gottes Wort selbst – zugleich hält und wiegt und tröstet.“

Glocken verstärken die glücklichen Momente im Leben und gehören ganz selbstverständlich zu Taufen, Konfirmation, Hochzeiten etc.
Sie trösten aber auch, wenn ein lieber Mensch von uns gegangen ist, oder auch Kranke, die nicht in der Lage sind, die Kirche zu besuchen. So können auch sie bei Gott sein. Denn durch den Glockenklang wird das Wort Gottes weit in den Stadtteil getragen und sagt uns: Ich bin bei Euch, egal, wo Ihr Euch befindet.

„Glockenklang tut gut. Mitten in unsere Weltzeit bringen die Glocken die Gotteszeit zum Klingen. Unsere Uhren bestimmen die Quantität der Zeit… Die Glocken dagegen bestimmen die Qualität der Zeit.“

Glockengeläut bedeutet für mich auch, dass ein Moment der Ruhe eintritt, ein Innehalten vom sonst so stressigen Alltag, ein tiefes Durchatmen, einfach die Seele baumeln lassen…
Der Glockenklang kann den Alltag für einen Moment anhalten, uns die innere Einkehr und Gott näher bringen.

Bei der Einweihung der Glocken am 1. Mai 1949 sprach der damalige Pfarrer Falk folgende Worte:

„So seien denn unsere Glocken zum Dienst der Gemeinde bestellt, zur Ehre Gottes und unseres Heilandes, dass sie uns mahnen an die Ewigkeit und uns locken zum Gebet und zur ewigen Ruhe. Und nun vereint eure ehernen Stimmen zu Gottes Ehre und zum Preise Jesus Christi und des Heiligen Geistes. Halleluja!“

Ich persönlich freue mich schon darauf, wenn unsere drei Glocken „Glaube“, „Liebe“ und „Hoffnung“ das nächste Mal durch Preungesheim klingen. Geht es Ihnen genauso?

Text: Lutz-Stefan Litzenbauer
(Zitate sind dem Predigt-Text von Herrn Pfarrer Krieg entnommen)